Die nuklearen Katastrophe in Japan weckt neue Ängste. In der Presse ist zu lesen, dass 160 Menschen in Japan schon verstrahlt sind.
Radioaktive Stoffe sind gefährlich:
Atomkerne haben die Eigenschaft, sich ohne äußere Einwirkung in andere Kerne umzuwandeln. Dabei werden energiereiche (ionisierende) Strahlungen erzeugt.
Diese Strahlung kann dem Menschen erheblichen Schaden zufügen, wenn er mit dieser Strahlung in Berührung kommt.
Durch die Strahlen werden die Hüllen von Molekülen im Körper zerstört, es verbleiben Radikale im Körper des Menschen.
Wichtige Enzyme werden auf diese Weise funktionsunfähig, Zellbausteine werden zerstört. Veränderungen der Erbinformation können die Folge sein. Die Schäden an der DNA bedingen das Risiko für Krebserkrankungen.
Die Strahlenbelastung wird mit der Einheit” Sievert” gemessen.
1 Sievert ist eine relativ hohe Dosis.
Normalerweise liegen die Messwerte im Millisievert-Bereich.
Die durchschnittliche Belastung in Deutschland liegt pro Jahr etwa 4 Millisievert.
Akute Krankheitssymptome treten ab ca. 500 Millisievert für Erwachsene auf. Bei Kindern schon ab der Hälfte.
Bei einem Reaktorunfall wirken hohe Strahlenwerte auf die Körperzellen ein. Zellbausteine werden zerstört, Körperzellen sterben ab.
Blutbildende Systeme wie das Knochenmark, Haut und Schleimhaut im Magen-Darmtrakt sind besonders gefährdet.
Ab einem Wert von 4 bis 5 Sievert stirbt etwa die Hälfte der bestrahlten Menschen.
Ab einer Dosis von mehr als 6 Sievert tritt normalerweise der sofortige Tod ein.
Bei Schädigungen durch Betastrahlen kommt es zu Verbrennungen und je nach Intensität der Bestrahlung zu Hautkrebs. Die Strahlen können auch über verstrahltes Essen aufgenommen werden. Folgen sind auch hier Krebserkrankungen und Erbschäden.
Radioaktives Iod-131 kann sich in der Schilddrüse ablagern.